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Die Geschichte der Gemeinde Rümmingen



Ansicht Wittlinger Strasse

Der Name Rümmingen erscheint erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 767 als Romaninchova mit welcher die damalige Siedlung zusammen mit sechs weiteren Dörfern an das fränkische Königskloster St. Denis bei Paris verkauft wurde. Dieser Kaufvertrag, welcher im Original im Nationalarchiv in Paris verwahrt ist, wird als Geburtsurkunde der Gemeinde Rümmingen betrachtet, da jegliche frühere Aufzeichnungen und auch Bodenfunde, die auf eine frühere Besiedlung hindeuten könnten, fehlen. Das Roman im damaligen Ortsnamen könnte auf den Zuzug von römischen Siedlern hinweisen.

Aus kleinen Anfängen entwickelte sich, wie Ortschronist und Ehrenbürger Karl Bähringer berichtete, ein kleines Dorf mit strebsamen Bauern und Bürgern. Geistlich war Rümmingen bis 1989 eine Filiale der Pfarrei Binzen, welche ursprünglich zur Diözese Konstanz gehörte. 1503 kam sie zum Bistum Basel. Im selben Jahr bauten sich die Rümminger Einwohner eine eigene Kirche. Die gotische Kapelle an der Dorfstraße steht heute noch und bedeutet eines der wertvollsten historischen Gebäude unserer Gemeinde.

Grundschule

Im Jahre 1740 schickten die Rümminger ihre Kinder nicht mehr nach Binzen in die Schule, sondern stellten einen eigenen Lehrer ein. Als Schulgebäude diente das heutige Anwesen Ludäscher. 1835 baute die Gemeinde dann eine eigene Schule, das heutige Rathaus. Als wieder Platz für die Schule fehlte, wich man in das damalige Rathaus aus und störte sich nicht daran, daß die dörfliche Arrestzelle mit eingebaut war. 1964 bezog man dann den Neubau der heutigen Grundschule. Die Schule wurde im Jahre 1994 durch zwei Klassenräume erweitert. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß alle Grundschüler der Gemeinde am Ort unterrichtet werden. Sämtliche Hauptschüler werden in Binzen unterrichtet. Die Gemeindehalle, die im Jahre 1977 eingeweiht wurde, wurde in über 17.000 freiwilligen Arbeitsstunden von Bürgern der Gemeinde erbaut.

In der Zeit beginnender Industriealisierung nimmt 1861 am Wittlinger Weg ein Backsteinmüller seine Arbeit auf. Rentabilitätsschwierigkeiten ließen in den nachfolgenden Jahren die Besitzer mehrfach wechseln, bis die Firma Lange mit Fachkenntnis und kaufmännischem Geschick das Unternehmen zu großem Aufschwung führte. Die Ziegelei bot den einheimischen Bauern und Handwerkern Arbeit und Einkommen.

1967 wurde die Ziegelei der Gebrüder Lange von den Tonwerken GmbH, Kandern Übernommen und zwischenzeitlich hat der Betrieb die Produktion und den Verkauf eingestellt. Die Lage an der 1895 erbauten Kandertalbahn bot der Ziegelei eine moderne Verkehrsverbindung. Die Bahn, das "Chanderli" wurde ebenfalls aufgegeben und wird als Museumsbahn erhalten.

Kapelle am Friedhof

Ende des 2. Weltkriegs setzte eine rege Bautätigkeit ein und die Zahl der Einwohner stieg von 400 auf heute 1500 Personen. Mit dem größer werden des Dorfes mußten auch neue Straßennamen gefunden werden. Da erinnerte man sich an die großen Söhne, z.B. an den Revolutionär Friedrich Neff von 1848/49 und den Chronisten und Ehrenbürger Karl-Friedrich Bähringer. Der Brunnen beim heutigen Kinderspielplatz wurde nach dem Maler und Bildhauer Hermann Scherer benannt. Im ausgewiesenen Gewerbegebiet "In der Au" haben sich Betriebe angesiedelt.

Im Jahre 1997 konnte die Kapelle am Friedhof eingeweiht werden. Die gesamte Aussenanlage wurde in rd. 2.000 freiwilligen Arbeitsstunden hergerichtet Für die Ausgestaltung des Innenraumes erhielt die Gemeinde von Bürgerinnen und Bürgern Geld und Sachspenden in Höhe von rd. 40.000,00 EUR. Auch heute mit rund 1600 Einwohnern ist Rümmingen ein landwirtschaftlich und handwerklich geprägter Ort mit dörflicher Tradition.

 

 
     
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